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Tradition erleben

„Weiße Pfingstrose“, „Drachenbrunnen“, „Eiserne Göttin der Barmherzigkeit“ – dies sind nur einiger der klangvollen Namen, hinter denen sich Jahrhunderte oder gar Jahrtausende an Teekultur verbergen.

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Unsere Tees

Ob als inspirierende Auszeit zwischendurch oder zum Abschalten nach einem langen Arbeitstag – von der legendären Tie Guan Yin bis zum spritzigen Grüntee mit Zitrusnoten ist bei unseren losen Biotees für jeden Geschmack etwas dabei.


Merkmale unseres Tees

LOSER TEE IN BIO-QUALITÄT

Unser gesamtes Teesortiment stammt aus kontrolliert-biologischem Anbau.

100% NATÜRLICHKEIT

Wir verwenden keinerlei künstliche Aromen, sondern arbeiten mit rein natürlichen Zutaten.

DIREKT AUS DEM URSPRUNG

In Zusammenarbeit mit Partnern mit jahrelanger Erfahrung beziehen wir unsere Tees direkt aus dem Ursprung.


Loser Tee von Temial

Biotee ist frei von künstlichen Pestiziden und ausschließlich mit organischen Düngemitteln angebaut.

Bezeichnungen wie „biologisch“ oder „bio“ sind gesetzlich geschützt. Wer bio-zertifizierte Produkte herstellt oder verkauft, wird regelmäßig durch zuständige Zertifizierungsstellen kontrolliert. Beim Anbau von Bio-Tee dürfen keine künstlichen Pflanzenschutzmittel (Pestizide) verwendet werden. Außerdem darf kein Kunstdünger verwendet werden, sondern ausschließlich natürliche Dünger – z.B. nährstoffhaltige Nebenprodukte aus biologischer Tierhaltung oder Pflanzenanbau. Für Temial-Tee werden ausschließlich lose Teeblätter in Bioqualität verwendet, die mit rein natürlichen Zutaten aromatisiert oder veredelt werden.

Loser Tee gibt seinen feinen Geschmack und seine natürlichen Aromen über mehrere Aufgüsse hinweg frei.

Im Gegensatz zu kleinteilig verarbeitetem Beuteltee, sind bei losem Blatt-Tee die ganzen Teeblätter erkennbar. Während sich bei dem in Teebeuteln oft verwendeten, feingeschnittenen Tee (sogenannter Dust oder Fannings) alle Geschmacks- und Aromastoffe gleichzeitig lösen, und der Tee dadurch schnell zu kräftig oder sogar bitter schmeckt, entfalten sich bei losem Tee die Blätter nach und nach und geben ihren feinen Geschmack und ihre natürlichen Aromen über mehrere Aufgüsse hinweg in einem ausgewogenen Verhältnis frei. Für Temial-Tee werden ausschließlich lose Teeblätter in Bioqualität verwendet, die mit rein natürlichen Zutaten aromatisiert oder veredelt werden.

Natürlich aromatisierter Tee wird ausschließlich mit ätherischen Ölen, Fruchtextrakten oder Gewürzen veredelt.

Aromen im engeren Sinne sind zunächst einmal die natürlich in Pflanzen vorkommenden Stoffe, die von der menschlichen Nase durch Riechen identifiziert werden. Jeder Tee hat also bereits von Natur aus ein natürliches Aroma – z.B. den grasigen Charakter von japanischem Grüntee oder die typischen Fermentations-Noten Pu-Erh. Im weiteren Sinne bezeichnet man als Aroma auch natürliche oder künstliche Stoffe, die dem Tee zugefügt werden um seinen Geschmack zu beeinflussen. Natürliche Aromatisierung bedeutet, dass dem Tee ausschließlich natürliche Aromen, wie z.B. ätherische Öle, Fruchtextrakte oder Gewürze zugesetzt werden – also keine künstlichen Stoffe, die lediglich an den Geschmack einer bestimmten Frucht erinnern. Für Temial-Tee werden ausschließlich lose Teeblätter in Bioqualität verwendet, die mit rein natürlichen Zutaten aromatisiert oder veredelt werden.

Echter Tee von der chinesischen Teepflanze (Camellia sinensis)

Echter Tee stammt von der chinesischen Teepflanze, deren botanischer Name Camellia sinensis lautet. Der Unterschied zwischen den einzelnen Kategorien ergibt sich allein durch die Verarbeitung. So zum Beispiel wird Grüntee vor dem Rollen der Blätter kurz erhitzt, um eine Oxidation der Inhaltsstoffe zum Schwarztee zu verhindern. Die folgenden Teesorten werden von der Camellia sinensis geerntet:


Teezubereitung und Aufbewahrung

Bitterer Tee – eine Frage der Teezubereitung

Wer zum ersten Mal Grüntee probiert, macht oft die Erfahrung, dass dieser bitter schmeckt. Dies hat aber weniger mit dem Grüntee an sich zu tun, sondern mit Fehlern, die bei der Zubereitung geschehen. Bei der Zubereitung von losem Tee gilt es darauf zu achten, den Tee nicht zu heiß aufzugießen und nicht zu lange ziehen zu lassen. Viele feine Teesorten reagieren empfindlich auf hohe Wassertemperaturen. Denn mit steigender Temperatur lösen sich die im Teeblatt enthaltenen Bitterstoffe verstärkt in dem Aufguss – der Tee schmeckt bitter. Insbesondere Grüntee, aber auch feiner Weißtee oder besonders wertvoller Schwarztee auf reinen Blattknospen, sollte daher immer mit zum entsprechenden Tee passenden Temperaturen zubereitet werden.

Die richtige Aufbewahrung – entscheidend für dauerhaft frischen Tee

Feiner loser Tee, insbesondere frischer Grüntee, reagiert sehr empfindlich auf Licht und Sauerstoff. Daher sollte Tee immer trocken sowie vor Luft und Licht geschützt aufbewahrt werden. Bei richtiger Lagerung ist bei losem Tee dann eine hohe Qualität und der volle Genuss mindestens für die Dauer des Haltbarkeitsdatums gewährleistet.

Eine der wichtigsten Zutaten für guten Tee ist gutes Wasser.

Damit sich die feinen Aromen und der Geschmack des Tees perfekt entfalten können, sollte gutes Teewasser weich und kalkarm sein und einen eher niedrigen pH-Wert aufweisen. Wegen der bundesweit sehr abweichenden Wasserhärte, empfiehlt sich bei der Verwendung von Leitungswasser die Verwendung einer Wasserfilterkartusche. Für optional aufbereitetes Teewasser ist im Lieferumfang des Temial-Startersets bereits eine BRITA INTENZA Filterkartusche zur Verwendung mit dem Temial-Teegerät enthalten.

Perfekte Teezubereitung mit dem Temial-System

Von einfacher Bedienung auf Knopfdruck bis zur individuellen Anpassung an den eigenen Geschmack: Die Temial-Teemaschine bereitet losen Tee auf traditionelle Art zu und gibt den Teeblättern dabei die Möglichkeit in der Aufgusskammer, ihren natürlichen Charakter voll zu entfalten. Für Tees aus dem Temial-Sortiment erkennt das Temial-Teegerät über den Temial-Code automatisch alle zur Zubereitung nötigen Parameter und schlägt die perfekte Aufgusstemperatur sowie die passende Ziehzeit vor. Bei Tees, die sich für mehrfaches Aufgießen eignen, werden die Zubereitungsparameter mit jedem weiteren Aufguss automatisch angepasst. Besonders feine Tees können durch die Aufweck-Funktion auf den eigentlichen Aufgussvorgang vorbereitet werden.

Fragen rund um Tee

1. Woraus besteht Tee?

Oft nennen wir alle Heißgetränke aus Pflanzen ganz einfach „Tee“ – dabei handelt es sich eigentlich um zwei verschiedene Dinge: Tee im engeren Sinne und Tee im weiteren Sinne. Tee im engeren Sinne (oder Echter Tee) kommt von der Teepflanze, lateinisch „Camellia sinensis“. Tee ist ein Aufgussgetränk aus Blättern, Stängeln oder anderen Bestandteilen der Teepflanze. Grüner, Weißer , Schwarzer, gelber, Oolong und Pu-Erh-Tee stammen alle von dieser einen Teepflanze ab. Die verschiedenen Charakteristika der unterschiedlichen Teevarianten bilden sich alleine durch die individuelle Verarbeitung der Teeblätter. Tee im weiteren Sinne stammt von zahlreichen unterschiedlichsten Pflanzen, zum Beispiel von der Pfefferminze oder der Kamille: Darüber hinaus gibt es zahllose Mischungen aus unterschiedlichsten Kräutern und Früchten oder deren Bestandteilen – so z.B. der klassische Kräutertee oder Früchtetee.

2. Welche Inhaltsstoffe hat die Teepflanze?

Die Teepflanze enthält zahlreiche sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Teepflanze sind: Aminosäuren (besonders: Theanin), das Alkaloid Koffein, sowie phenolische Verbindungen (natürliche Farb- und Geschmacksstoffe und Gerbstoffe).
  • Aminosäuren kommen gehäuft in jungen Teeblättern und Teeblattknospen vor. Im Tee spielen sie vor allem als Geschmacks- und Aromaträger eine Rolle – Tees mit einem hohen Anteil an Aminosäuren gelten daher bei Kennenden als geschmacklich besonders hochwertig.
  • L-Theanin ist eine besondere Aminosäure in der Teepflanze Camellia sinensis. Theanin ist laut Deutschem Teeverband „auf unterschiedliche Weise am hohen Genusswert des Tees beteiligt“. Zudem scheint Theanin „für die wohltuend beruhigende oder sanft belebende Wirkung des Tees mit verantwortlich“ zu sein.
  • Koffein enthält die Teepflanze von Natur aus. Wie man heute weiß, ist das Koffein des Tees identisch mit dem Koffein der Kaffeebohne – die früher häufig verwendete Bezeichnung „T(h)ein“ für das Koffein im Tee gilt daher heute als veraltet. Koffein entfaltet im menschlichen Organismus eine anregende Wirkung und beschleunigt alle Stoffwechselvorgänge. Die teils als intensiver wahrgenommene Wirkung des Kaffees mag an der Bindung des Koffeins an Säuren in der Kaffeebohne liegen. In der Teepflanze hingegen ist das Koffein an Gerbstoffe gebunden, was zur Folge hat, dass der menschliche Körper es langsamer verwertet – so empfindet man die Wirkung des Koffeins im Tee in der Regel als leicht verzögert und weniger aggressiv.
  • Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die in der Teepflanze als natürliche Farbstoffe, Geschmacksstoffe sowie als Gerbstoffe (Tannine) vorkommen. Zu den Polyphenolen im Grüntee gehört beispielsweise das Catechin – das auch für die grüne Farbe des Aufgussgetränks verantwortlich ist. Bei der Verarbeitung zu Oolong oxidieren die grünen Catechine zu den orangefarbenen Theaflavinen und mit fortschreitender Oxidation weiter zu den rötlich-braunen Thearubiginen des Schwarztees. Die im Tee vorkommenden Gerbstoffe sind vergleichbar mit den Tanninen des Rotweins. Sie sind z.B. bei einem kräftigen Schwarztee verantwortlich für das pelzige Gefühl auf der Zunge (Adstringenz) – eine Folge der Reaktion mit Eiweißmolekülen der Mundschleimhaut.

3. Was bedeutet “Aufwecken der Teeblätter”?

Einige Tees sollten vor dem ersten Aufguss aufgeweckt werden. Doch was versteht man unter dem Aufwecken? Durch das Aufwecken werden die Teeblätter ideal auf die Zubereitung vorbereitet. Dazu werden die Teeblätter vor dem eigentlichen Aufgießen kurz mit Wasser benetzt. Das Wasser wird im Anschluss sofort wieder abgegossen. Durch den kurzen Kontakt mit Wasser sind die Teeblätter nun bestens für den ersten Aufguß vorbereitet und können ihre geschmacksbildenden Inhaltsstoffe bereits beim ersten Aufguss voll zur Geltung bringen.

4. Was sind Mehrfachaufgüsse?

Loser Blatt-Tee eignet sich für mehrere Aufgüsse. Dazu werden die Blätter nach der ersten Zubereitung erneut mit heißem Wasser übergossen und erneut ziehen gelassen. Mehrfachaufgüsse bedeutet also, dass die Teeblätter noch einmal, eben für einen zweiten oder dritten Aufguss verwendet werden können. Echte Tees ergeben im Regelfall 2-3 Aufgüsse. Insbesondere bei Oolong und Pu-Erh-Tee sind oft auch weit mehr möglich.

Der 2. und 3. Aufguss sind zumeist geschmacklich am ausgewogensten. Stark duftend, aber geschmacklich noch eher mild ist hingegen der 1. Aufguss. Weckt man die Teeblätter vor dem ersten Aufguss kurz auf, so wird bereits der erste Aufguss intensiver vom Geschmack.

5. Sollte Teewasser gefiltert werden?

Wasser ist nicht gleich Wasser - dies gilt auch bei Tee. Ob das Teewasser gefiltert werden sollte, hängt von den Wasserbedingungen vor Ort ab. Im Groben unterscheidet man weiches, mittleres und hartes Wasser. Hartes Wasser zeichnet sich zumeist durch einen hohen Kalkgehalt aus. Sind die Armaturen stets mit Kalkflecken übersät, könnte dies ein Hinweis auf kalkhaltiges Leitungswasser in der Region sein. Im Tee äußert sich Kalkwasser durch den unschönen Schleier auf der Oberfläche. Zu sehen sind dann die im Tee enthaltenen Polyphenole, die zusammen mit dem Kalk sichtbare Komplexe bilden. Diese sehen nicht nur unschön aus, sondern beeinträchtigen auch den Geschmack des Tees.

Tee gelingt am besten mit weichem und kalkarmen Wasser, welches zudem einen geringen ph-Wert aufweist. Je nach Wohnregion und Wasserhärte kann es von daher geboten sein, das für die Teezubereitung verwendete Leitungswasser zu filtern. Der Temial ist für diese Fälle mir der BRITA INTENZA Wasserfilterkatusche ausgestattet.

6. Wie sollte Tee aufbewahrt werden?

Damit der Tee seinen Geschmack auch nach Anbruch behält, sollte er ebenso wie diverse andere Lebensmittel fachgerecht aufbewahrt werden. Es empfiehlt sich eine kühle, trockene, luftdichte und lichtgeschützte Aufbewahrung für Tee. So kann sichergestellt werden, dass der Tee zumindest bis zum aufgedruckten Haltbarkeitsdatum nicht an Qualität verliert.

Insbesondere frische Grüntees reagieren sehr empfindlich auf Licht und Sauerstoff. Eine Ausnahmen bildet der Pu-Erh-Tee, den man bewusst unverpackt offen lagert, um seinen Reifungsprozess zu begünstigen. Außerdem gibt es einige Weißtees, dunkle Oolong oder Schwarztees, die auf Sauerstoff gelagert ihren Charakter zwar verändern, aber nicht notwendigerweise an Qualität verlieren.

Das im Teehandel ausgewiesene Haltbarkeitsdatum ergibt sich aus dem Lebensmittelrecht. Eine Gewährleistung von Qualität und Genießbarkeit über einen Zeitraum von anderthalb bis zwei Jahren ab Verpackungsdatum ist in der Teebranche üblich.

7. Wie schmeckt Tee?

Die verschiedenen Teevariationen schmecken unterschiedlich - das ist klar! Doch wie nehmen wir den Geschmack von Tee auf? Die menschliche Zunge ist in der Lage 5 Geschmäcker zu identifizieren: süß, sauer, salzig, bitter und herzhaft. Für den Geschmack von Tee sind dafür hauptsächlich drei relevant:

Die Süße des Tees stammt von Aminosäuren, die besonders reichhaltig in feinen Tees aus jungen Blättern oder mit hohem Anteil von Blattknospen vorkommen.

Bitterkeit kennt man vor allem aus zu heiß aufgegossenen Grüntees. Denn bei hohen Temperaturen lösen sich die Bitterstoffe vermehrt aus den Teeblättern in den Aufguss. Bei einigen besonders feinen, ausgewogenen japanischen Grüntees kann eine leichte Bitternote aber durchaus auch angenehm schmecken.

Umami ist eine Geschmacksrichtung, die in Südostasien lange Tradition hat und auch hierzulande mehr und mehr bekannt und geschätzt wird. Sie ist am besten zu beschreiben als eine Art herzhafter Geschmack, wie man diesen z.B. auch von Gemüsebrühe oder Tomatensuppe kennt.

Die Bitterstoffe im Tee, die sogenannten Tannine, reagieren mit Eiweißmolekülen auf der Zunge und hinterlassen dort ein pelziges Gefühl. Die Fachbezeichnung „Adstringenz“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „zusammenziehen". Vor allem bei kräftigen Schwarztees (z.B. Assam), aber auch bei einem mit langer Ziehzeit zubereiteten Darjeeling First FlushDarjeeling First Flush kann man diesen Effekt auf der Zunge spüren.

8. Tee und Cha - die Wörter für Tee

Weltweit gibt es nur zwei Wortvarianten zur Benennung von Tee. Die eine Variante gleicht dem deutschen Wort für "Tee". So heißt es zum Beispiel auf englisch “tea”, auf spanisch “té”, auf afrikanisch “tee”, singhalesisch “te” und auf französisch “thé”. Die andere Variante geht auf das chinesische Wort “cha” für Tee zurück. In Indien bedeutet Tee “chay”, in Korea “cha”, in Japan “ocha”, in Russland und der Türkei “chay”.

Wie kommt es zu dieser Wortgleichheit? Klar ist, beide Begrifflichkeiten haben ihren Ursprung in China. Durch die oben bereits angesprochenen Pferde-Handelswege verbreitete sich der Tee schnell von China in die angrenzenden Länder. Die dem Wort “cha” verwandten Begriffe haben sich auf dem Landweg über die bis heute bekannte Seidenstraße ihren Weg in die Welt gesucht.

Als im späten 15. Jahrhundert der Handel auch auf dem Seeweg zunahm, verbreitete sich das Heißgetränk langsam in der restlichen Welt. Tee wurde zur Zeit der Ming-Dynastie zum wichtigsten Exportprodukt Chinas. Alle auf “te” zurückgehenden Begriffe verbreiteten sich rein mittels Schiffen über den Globus.

Die größten Anbaugebiete für Tee

China

Als einzige Anbauregion der Welt produziert China hohe Qualitäten und Mengen aller Arten von Weißtee, Grüntee, Gelbtee, Oolong, Schwarztee und Pu-Erh. Die Provinz Zhejiang befindet sich im Südosten Chinas. Berühmt ist vor allem die Region um den Westsee, die seit 2011 auch als UNESCO-Welterbe gelistet ist. In Zhejiang wird hauptsächlich Grüntee produziert – so auch der legendäre aus der Stadt Longjing stammende und nach ihr benannte „Drachenbrunnentee“. Die Provinz Fujian im Südosten der Volksrepublik ist in Europa vor allem bekannt als Heimat des Weißtees bekannt – denn aus Fujian stammt der traditionelle Weißtee-Kultivar 'Da Bai‚ aus dem dort der beliebte „Bai Mu Dan“ hergestellt wird. Auch der bekannte Rauchtee „Lapsang Souchong“ und der feinen Schwarztee „Keemun“ stammen aus Fujian. Die Provinz Yunnan, im Südwesten der Volksrepublik China, kann man mit einigem Recht als Wiege der Teekultur bezeichnen. Seit über 1700 Jahren wird in Yunnan Tee angebaut. Zur Zeit der Tang-Dynastie gelangte das Wissen um seine wertvollen Eigenschaften auch in anderen Landesteile – und breitete sich über Handelwege schließlich in die ganze Welt aus. Aus der dort gelegenen Stadt Pu‘er stammt der gleichnamige, vor allem in China beliebte Pu-Erh-Tee.

Indien

Die hierzulande bekanntesten Tees aus Indien sind Darjeeling-Tees der ersten („First Flush“) und zweiten („Second Flush“) Ernteperiode sowie der kräftige Assam-Schwarztee. Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren auch eine Produktion von Grüntees, Weißtees und Oolongs zu entwickeln begonnen, die sich vielfach durch die weltweit zunehmende Beliebtheit der chinesischen „Originale“ erklären lässt. Der nordindische Distrikt Darjeeling ist die Heimat des bekannten Tees gleichen Namens – der eigentlich gar nicht aus Indien stammt. Denn hier, im Vorgebirge des südlichen Himalaya, wurden zur Zeit der britischen Kolonialzeit ursprünglich aus China eingeführte Teepflanzen im 19. Jahrhundert erstmals kultiviert. Im subtropischen Klima Darjeelings gedeihen seitdem auf etwa 2.000 Metern Höhe die feinen Teepflanzen, aus denen heute unter anderem auch die berühmten First-Flush-Tees mit ihrem floralen Charakter hergestellt werden.

Japan

Buddhistische Mönche brachten um das Jahr 800 die ersten Teesamen aus der chinesischen Provinz Zhejiang nach Japan. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich in Japan eine eigenständige Teekultur, die sich im Gegensatz zu China fast ausnahmslos um Grüntee dreht. Der bekannteste japanische Grüntee ist der Sencha. Als edelsten japanische Tees gilt seine beschattete Variante, der Gyokuro, sowie der zu Pulver gemahlene Matcha. Klassische Alltagstees mit weniger Koffein sind Bancha (in der Ernsteperiode nach Sencha geerntet), Kukicha (aus den Stängeln der Teepflanze) sowie Houjicha (braun gerösteter Tee). Eine Besonderheit stellt der Genmaicha dar, bei dem es sich um eine Mischung aus grünem Tee (Sencha oder Bancha) und geröstetem braunen Reis handelt. Zwar gab es historisch auch in Japan Schwarzteeanbau, dieser verschwand allerdings im Laufe des vergangenen Jahrhunderts vollständig und wird erst heute allmählich wiederentdeckt.

Nepal

Im Gegensatz zu Indien, das durch die britische Kolonialherrschaft zum Teeland wurde, ist die Teeindustrie in Nepal noch sehr jung. Obwohl es erste Teepflanzungen schon vor etwa 150 Jahren gab, wurde erst in den 1950er Jahren mit dem professionellen Teeanbau begonnen. An den Südhängen des Himalaya-Gebirges werden dort heute First- Second-Flush-Tees hergestellt, die den Vergleich mit qualitativ hochwertigen Tees aus Indien nicht scheuen brauchen. Auch feine Grüntees, Weißtees und Oolongs werden zunehmend in Nepal hergestellt.

Südafrika

Ausschließlich in den südafrikanischen Zedernbergen wächst der Rotbusch-Strauch, aus dessen Zweigen und Blättern der weltweit beliebte Roiboostee gewonnen wird – und dessen Anbau für die dort lebenden Bauern vielfach die einzige Einnahmequelle darstellt. Von den Staaten des afrikanischen Kontinents lassen sich in Südafrika die zahlreichsten Funde aus der frühesten Menscheitsgeschichte nachweisen. Aufgrund seiner archäologischen Bedeutung wird die Region heute daher auch als "Wiege der Menschheit" angesehen.

Korea

Tee gelangte vermutlich bereits spätestens um das Jahr 600 aus China nach Korea und erfreute sich seitdem einer steigenden Beliebtheit in Gesellschaft, Kunst und Kultur. Mit Aufkommen des Konfuzianismus verschwanden Teeanbau und Teekultur im 14. Jahrhundert jedoch fast vollständig. Erst seit dem 20. Jahrhundert erlebt der Teeanbau in Korea eine wahre Renaissance. In Südkorea wird neben grünem und schwarzem Tee auch eine besondere Art des Gelbtees produziert. Grüner Tee wird in Korea nach japanischer Art gedämpft, jedoch zusätzlich nach dem Trocknen der Blätter intensiv geröstet. Auch koreanischer Schwarztee zeichnet sich durch intensive Röstnoten aus, die ihn vom Schwarztee aus China oder Indien stark unterscheiden. Daneben werden in Südkorea auch zahlreiche Früchte-, Kräuter- und Getreidetees hergestellt: von getrockneten Birnen- und Quittenstückchen über Gerstentee bis hin zu zahlreichen Varianten an Chrysanthemenblütentee.

Fermentierung von Tees

Die Oxidation von Tees

Werden die Teeblätter vor oder unmittelbar nach dem Rollen nicht erhitzt, dann reagieren die Inhaltstoffe des Teeblatts mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft. Durch diesen Vorgang, der fachsprachlich als Oxidation bezeichnet wird, verändern sich die Inhaltstoffe des Teeblatts und werden nach und nach braun – vergleichbar mit einem Stück Obst, dass an beschädigten Stellen dunkel wird. Die Oxidation vom frisch gerollten Teeblatt zum Schwarztee dauert ca. zwei bis drei Stunden. Wird die Oxidation in der Zwischenzeit durch Erhitzen unterbrochen, entsteht statt Schwarztee der mehr oder weniger „halboxidierter“ Oolong. Die für den Oxidationsvorgang oft fälschlicherweise verwendete Bezeichnung „Fermentation“ trifft nur bei Pu-Erh-Tee auf: Dieser unterscheidet sich von den anderen Tees durch seine spezielle Verarbeitung, bei der ein Reifungsprozess unter Einfluss von Bakterien und Pilzen stattfindet.

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