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Schwarzer Tee

Schwarztee unterscheidet sich von Grüntee lediglich durch seine Verarbeitung. Nach der Ernte oxidieren die Teeblätter des schwarzen Tees vollständig und erhalten so ihre dunkle Farbe und das charakteristische Aroma.

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Schwarzer Tee Teesorten & Anbau

Schwarzer Tee wird von der gleichen Pflanze geerntet wie auch grüner Tees: von Camellia sinensis, der Teepflanze. Schwarztee unterscheidet sich von Grüntee lediglich durch seine Verarbeitung. Aus der unterschiedlichen Verarbeitung resultiert der unterschiedliche Geschmack von schwarzem und grünem Tee: Nach der Ernte oxidieren die Teeblätter vollständig und erhalten so ihre dunkle Farbe und das charakteristische Aroma. Die bekanntesten Schwarztees hierzulande sind die indischen Sorten Darjeeling und Assam.

Herkunft & Ursprung des schwarzen Tees

Schwarzer Tee blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die ihren Ursprung in China hat. Von dort verbreitete sich der Schwarztee über die Jahrhunderte in nahezu alle Teeregionen der Welt – von Assam und Darjeeling in Indien, über Nepal und Sri Lanka bis nach Kenia. Ein Geheimtipp unter den Anbauregionen für schwarzen Tee ist Korea. Der dortige Schwarztee zeichnet sich durch intensive Röstnoten aus, die ihn vom Schwarztee aus China oder Indien deutlich unterscheiden.

Teekultur & Tradition

In China findet sich bis heute die größte Vielfalt an schwarzen Teesorten – von goldfarbenen Blattknospentees mit honigartigem Charakter bis geräucherten Schwarztee (Lapsang Souchong). In Deutschland nach wie vor Schwarztees aus Indien am verbreitetsten: allen voran die Klassiker aus den Regionen Darjeeling und Assam. Eine besondere Rolle kommt hierzulande dem Ostfriesentee zu – einer Teemischung aus verschiedenen Schwarzteesorten aus Indien, Sri Lanka und Kenia – dessen Tradition bis in das frühe 17. Jahrhundert zurückreicht.

Herstellung & Zubereitung von schwarzem Tee

In der orthodoxen Herstellung feiner Schwarztees werden die Teeblätter nach dem Pflücken gewelkt und anschließend gerollt. Dies führt dazu, dass die in den Teeblättern enthaltene Enzyme eine Reaktion der Inhaltsstoffe mit der Umgebungsluft in Gang setzen. Im Verlauf dieses Vorgangs, der sogenannten „Oxidation“, werden die Teeblätter nach und nach dunkler und nehmen schließlich einen bräunlich roten Farbton an – weswegen schwarzer Tee in China auch als „roter Tee“ bezeichnet wird. Schwarzer Tee sollte abhängig von der Sorte zwischen etwa 60 Sekunden und mehreren Minuten im Wasser ziehen.

Schwarzer Tee Geschmack & Eigenschaften

Geschmack und Qualität von Schwarztee sind abhängig von der jeweiligen Sorte. Wichtig für die Beurteilung der Qualität eines schwarzen Tees sind vor allem sein Blattgrad und seine Verarbeitung. Feine Ganzblatt-Tees enthalten oft eine hohe Anzahl von goldfarbenen Blattknospen, die dem Tee eine besonders elegante Note sowie eine feine Süße verleihen – hervorgerufen durch den hohen Anteil an Aminosäuren. Bei Temial verwenden wir ausschließlich natürliche Aromen für schwarzen Tee mit Bioqualität.

Fragen rund ums Thema schwarzer Tee

1. Wie wird schwarzer Tee hergestellt?

  1. Pflücken der Teeblätter
  2. Welken
  3. Rollen
  4. Oxidieren (zu 100 %, so erhält der Tee seine schwarze Farbe)
  5. Trocknen der Teeblätter

2. Woraus besteht Chai Tee?

Chai als Latte oder pur - längst ist der würzige indische Tee als Trendgetränk in aller Munde. Doch was genau ist der Unterschied zu anderen Tees und welche Teesorte bildet die Grundlage?

Der Chai Tee stammt aus dem Gewürzland Indien und ist dort traditionelles Teegetränk. Grundlage bildet zumeist ein einfacher Schwarztee. Aus Indien stammen ursprünglich die Teesorten Darjeeling, Assam und Sikkim und Nilgiri. Angereichert wird der schwarze Tee mit diversen Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamom, Langkornpfeffer, Anis, Fenchel, Kurkuma und teilweise sogar Honig, Schokolade oder Muskat. Nur ganz im Nordwesten Indiens, in der Kashmir-Region, hat sich eine Art eigenständige Teekultur herausgebildet. Dort trinkt man „Kashmiri Chai”, einen herb-würzigen Grüntee namens Khangra mit Safranblüten und grünem Kardamom.

3. Was ist die Ostfriesenmischung?

300 Liter Tee trinken die Ostfriesen Ostfriesen pro Kopf pro Jahr. Eine stolze Menge aber dennoch nicht verwunderlich, schließlich stellen die Ostfriesen die deutsche Teekultur. So stürmisch kräftig wie das Wetter hoch im Norden ist, so ist auch der Geschmack der Ostfriesen. Ein Pott Tee schmeckt kräftig und besteht zum Großteil aus Schwarztee. Zumeist wird hier die Teesorte Assam verwendet. Hinzu geben die Ostfriesen ganz traditionell braunen Kandis “Kluntje” und eine “Wulkje” frische Sahne. Die weit über Ostfriesland beliebte Teemischung besteht also aus schwarzem Tee, verfeinert mit Zucker und etwas Sahne.

4. Earl Grey und Lady Earl Grey

Der wahrscheinlich bekannteste aromatisierte Tee unter den Schwarztees ist der Earl Grey Tee. Durch seine belebende Frische verleiht der Tee den nötigen Energiekick. Die Grundlage bildet ein Schwarztee, meistens Darjeeling oder Ceylon. Die fruchtige Note stammt von der Bergamotte. Eine mediterrane Zitrusfrucht, die für den europäischen Teemarkt hauptsächlich in Italien angebaut wird.

Um die Entstehung der beliebten Kombination reihen sich diverse Geschichten. Fest steht, dass es tatsächlich einen britischen Earl Grey gab, nach welchem der Tee letztendlich benannt wurde.

Und wer ist Lady Earl Grey? Earl Grey war mehrmals verheiratet, allerdings geht die Teesorte Lady Earl Grey nicht auf besondere verdienste einer seiner Frauen zurück. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen marketing Trick des englischen Teeherstellers Twinings, der sich die weitreichende Beliebtheit des Earl Grey Tees zunutze machen wollte. Dieser entwickelte in den 90er Jahren einen weniger nach Bergamotte schmeckenden Schwarztee. Enthalten sind neben einem Hauch von Bergamotte-Öl, Jasminblüten, dekorative Kornblumenblüten und ein paar Stückchen Orangen.

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